Ulrich Duchrow / Reinhold Bianchi /
René Krüger / Vincenzo Petracca
Solidarisch Mensch werden
Psychische und soziale Destruktion im Neoliberalismus – Wege zu ihrer Überwindung
Gemeinsam verlegt mit Publik-Forum
512 Seiten, Fadenheftung, Hardcover   (2006)
EUR 19.80   sFr 35.10
ISBN 3-89965-167-7


Kurztext: Eine Sozio-Analyse der Verlierer, Gewinner und Mittelklassen im Neoliberalismus – der Traumatisierungen und Strategien zur Überwindung.

Der soziale Protest der globalisierungskritischen Bewegungen und der Gewerkschaften erbrachte bereits beachtliche Teilerfolge. Der Neoliberalismus gerät immer mehr unter Druck. Wieso aber schließen sich nicht mehr Menschen den solidarisch Kämpfenden an? Dieses Buch fragt nach den Blockaden, den psychischen Folgen neoliberaler Spaltungs- und Ausgrenzungspolitik und nach den Absturzängsten insbesondere in den Mittelklassen.

Bei der Frage nach einem transformatorischen Politikansatz und einer Stärkung von Handlungsfähigkeit wird explizit eine Perspektive "von unten" eingenommen. Bietet die zunehmende Abstiegsgefahr breiter Schichten der Mittelklassen die Möglichkeit, diesen ihre eigenen Interessen bewusst zu machen und sie zu motivieren, Bündnisse mit Gewerkschaften und sozialen Bewegungen zu schließen? Interdisziplinär werden aus ökonomischer, politologischer, psychologischer und theologischer Perspektive Traumatisierungserfahrungen der Verlierer, der pathologische Narzissmus der Gewinner und die Situation der Mittelklassen untersucht.

Die Autoren bieten nicht nur Modelle der Befreiung und Heilung der vom Neoliberalismus geschädigten Menschen. Sie liefern ebenso eine Hermeneutik biblischer Texte, die deren sozialgeschichtlichen Kontext erklärt, und ermöglichen so engagierten Christen eine Arbeit mit biblischen Texten. Am Beispiel Deutschlands und Argentiniens werden dabei der Norden und der Süden der "einen Welt" berücksichtigt und ein umfassender Strategieansatz zur Überwindung des neoliberalen Kapitalismus entwickelt: Welche Erfolgsaussichten hat dabei eine alternative Solidarische Ökonomie? Und welche Ressourcen gibt es dafür innerhalb der christlichen ökumenischen Bewegung und anderer Glaubensgemeinschaften?

 

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